RAUEN Coach-Datenbank
 



Auswahl von Coachs / Schutz vor fragwürdigen Anbietern
 
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Überlassen Sie bei der Auswahl eines Coachs so wenig wie möglich dem Zufall. Gute Coachs waren und sind schwer zu finden. Kaufbare Titel, Zertifikate und Mitgliedschaften erschweren die Situation zusätzlich. Folgend finden Sie einige Anregungen, wie Sie sich vor fragwürdigen Coachs schützen können.
 
 
  Immer mehrere Angebote vergleichen
Engagieren Sie niemals den erstbesten Coach, auch wenn Sie sein Angebot zunächst überzeugend finden. Vergleichen Sie immer mehrere Personen und Angebote. Eine Übersicht kompetenter Coachs finden Sie z.B. hier in der Coach-Datenbank.
 
  Eine anonyme Ausschreibung erstellen
Erstellen Sie eine kostenlose Ausschreibung in unserem Ausschreibungssystem. Sie bleiben dabei anonym und können Ihr Anliegen kurz beschreiben, anstatt es zeitaufwändig wiederholen zu müssen. So können Sie in Ruhe die Coachs miteinander vergleichen, die zur Ihrer Ausschreibung passen.
 
  Im Kollegenkreis umhören
Hören Sie sich bei Bekannten, Freunden, Kollegen usw. um und orientieren Sie sich an deren Erfahrungen und Empfehlungen.
 
  Spezialisierungen abfragen
Finden Sie heraus, ob der Coach auf Fälle spezialisiert ist, die mit Ihrem vergleichbar sind und ob er entsprechende Erfahrungen vorweisen kann. Professionelle Coachs haben spezifische Kenntnisse der Prozesse und Strukturen von Führungsebenen, sie denken, argumentieren und arbeiten ziel- und lösungsorientiert. Achten Sie auf die Gesamterscheinung von Person, Unterlagen, Auftreten und Ausdruck.
 
  Keine vorschnelle Vertragsunterzeichnung
Lassen Sie sich nicht im Vorgespräch dazu drängen, einen Vertrag zu unterschreiben. Ein professioneller Coachs weiß, dass die Auswahl des passenden Coachs Zeit kostet und erwartet keine sofortige Vertragsunterzeichnung.
 
  Qualifikation klären
Lassen Sie sich über die Qualifikation des Coachs informieren. Überprüfen Sie, welche Aus- und Weiterbildung(en) ihn zum Coaching befähigen.
 
  Unverbindliches Vorgespräch vereinbaren
Fragen Sie nach einem Vorgespräch, dessen Kosten ggf. auf das Coaching angerechnet werden (oder sogar kostenlos ist) und lassen Sie sich die Vorgehensweise des Coachs erläutern (z.B. anhand von Beispielfällen).
 
  Keine Alleskönner engagieren
Kein Coach ist für jeden Anlass geeignet. Engagieren Sie niemanden, der behauptet, alle Probleme lösen zu können. Derartige Behauptungen sind entweder unseriös oder schlicht dumm. Gute Coachs kennen ihre Grenzen und empfehlen einen Kollegen, wenn sie einen Auftrag nicht bearbeiten können – und sie lehnen Aufträge ab, die sie für nicht erfüllbar halten.
 
  Möglichkeiten und Grenzen erfragen
Seriöse Coachs informieren nicht nur offen über Erfolge, sondern auch über Misserfolge. Lassen Sie sich umfassend über mögliche Vor- und Nachteile berichten.
 
  Allgemeinplätze und Plattitüden hinterfragen
Geben Sie sich nicht mit allgemeinen Behauptungen zufrieden ("Coaching kann man nicht beschreiben, sondern muss es erleben"). Verlangen Sie Fakten, z.B. in Form von Referenzen, Fallbeschreibungen und eigenen Veröffentlichungen (Bücher, Fachartikel usw.). Lockangebote setzen oft auf den Effekt, "es werde schon was bringen" – ohne zu erklären, was dies konkret ist.
 
  Referenzen überprüfen
Achten Sie darauf, ob der Coach Diskretion wahrt. Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn Referenzen genannt werden, ohne dass die betreffenden Klienten die Erlaubnis dafür gegeben haben.
 
  Das Bauchgefühl nicht vernachlässigen 
Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Engagieren Sie keinen Coach, wenn Sie Ihn nicht mögen oder die Beziehung nicht stimmt.
 
  Supervision abfragen
Alle professionellen Coachs haben einen Supervisor, um problematische Fälle aufzuarbeiten und sich selber vor blinden Flecken zu schützen. Fragen Sie einen Coach, ob er sich regelmäßig supervidieren lässt.
 
  Unabhängigkeit klären
Achten Sie darauf, ob der Coach persönlich und finanziell unabhängig und nicht auf einzelne Aufträge angewiesen ist. Ein derartiger Coach biedert sich nicht für Aufträge an – er gibt dem Klienten die Möglichkeit, eine Wahl zu treffen.
 
  Unterschiede zur Therapie erfragen
Coaching ist keine Psychotherapie. Schwerwiegende psychische Probleme und Abhängigkeitserkrankungen sind nicht das Tätigkeitsfeld eines Coachs. Fragen Sie den Coach, wo er die Grenze zieht. Ein professioneller Coach ist mit der Problematik vertraut.
 
  Methoden erklären lassen
Lassen Sie sich die Methoden des Coachs erläutern. Gute Coachs sind methodisch kompetent und verfügen über ein breites Spektrum von Interventionen. Überprüfen Sie, wie sehr es sich dabei um manipulative Techniken handelt. Seriöse Coachs arbeiten prinzipiell transparent und fördern Bewusstsein und Verantwortung Ihrer Klienten, indem sie eben nicht manipulieren.
 
  Auswahlkriterien erfragen
Professionelle Coachs wählen Aufträge gezielt aus und können jederzeit ihre Auswahlkriterien nennen.
 
 
 
  
Nützliche Links
 
  Handbuch Coaching:
Checkliste zur Auswahl eines passenden Coachs

  
  Tipps im Coaching-Report: So erkennen Sie den falschen Coach
 
 
 
 
Literaturempfehlung
 
Henle, Romina (2009). Auswahlprozesse für externe Coachs: Eine explorative Untersuchung in Großunternehmen. Saarbrücken: VDM.  Henle, Romina (2009).
Auswahlprozesse für externe Coachs: Eine explorative Untersuchung in Großunternehmen.
Saarbrücken: VDM.
176S., 68,00 Euro, ISBN-13: 978-3639171471
Das Buch ist aus der Diplomarbeit der Autorin abgeleitet. Auf der Basis von Experteninterviews mit Coaching-Verantwortlichen in Großunternehmen wurden Handlungsempfehlungen zur Implementierung eines Auswahlprozesses aufgestellt.
 
 
 

 

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