|
|
|
Der Nutzen von Coaching
Was den Nutzen von Coaching angeht, finden sich im Internet immer wieder kaum erfüllbare
Versprechungen, aber auch teilweise unrealistische Erwartungen von Kunden. Bei
genauer Betrachtung erweisen sich aber bereits die "normalen"
Effekte von Coaching als durchaus attraktiv.
In einer vergleichenden Zusammenfassung von 22 empirischen Forschungsarbeiten
– hauptsächlich aus Deutschland und dem angelsächsischen Sprachraum –
kommt Künzli
(2005, S. 240) zu dem Ergebnis, dass Coaching unabhängig von der
Untersuchungsperspektive, der gewählten Methodik oder der Abstraktionsebene
Wirkungen erzielt. Diese reichen von emotionaler Entlastung, Stressabbau,
Perspektivenwechsel und erhöhter Selbstreflexionsfähigkeit bis hin zu
verbesserter Führungskompetenz und Kommunikation sowie einem besseren
Beziehungsverhalten und effektiverem Handeln. Ziele werden leichter erreicht,
Konflikte gelöst und das Coaching wird weiterempfohlen, weil ein konkreter
Nutzen und eine nachhaltige Zufriedenheit daraus resultiert.
Dieses Fazit ist nicht nur für den angelsächsischen, sondern auch für den
deutschen Sprachraum gültig, da die Wirkungen und der Erfolgsgrad von
Coaching-Maßnahmen in Deutschland relativ gut beschrieben sind: „Wird die
Erreichung des wichtigsten Ziels als Kriterium zur Beurteilung der Wirksamkeit
angelegt, so beträgt die Erfolgsquote von Coaching nach Aussage der Klienten
sogar 90%“ (Jansen,
Mäthner & Bachmann, 2004, S. 141).
Die "Studie zum deutschen Coaching-Markt 2008/09" der
Philips-Universität Marburg kommt auf der Basis der Befragung von
Coaching-Kunden zu folgenden Ergebnis: "Unabhängig von den Angaben zur
Zufriedenheit zeigt die Einschätzung von Kunden zum Nutzen von Coaching, dass
der Einsatz von Coaching in Unternehmen immer mit Erfolg verbunden ist. In den
meisten Fällen profitiert der Coachee persönlich mit hohem Erfolg (63%) sogar
noch mehr als das Unternehmen (bei hohem Erfolg 42%). Die Sinnhaftigkeit und der
generelle Nutzen von Coaching stehen nach diesen Angaben also absolut außer
Frage." (Gross
& Stephan, 2009, S. 42–43).
Links:
|
|
|