Auswahl von Coaches

Tipps für die Suche nach dem passenden Coach

Bei der Auswahl eines Coachs sollte so wenig wie möglich dem Zufall überlassen werden. Gute Business Coaches waren und sind schwer zu finden. Kaufbare Titel, Zertifikate und Mitgliedschaften erschweren die Situation zusätzlich. Einige hilfreiche Hinweise und Anregungen für die Suche nach dem passenden und seriösen Coach sind hier aufgelistet, um Coaching-Einkäufer vor fragwürdigen Anbietern zu schützen.

  • Immer mehrere Angebote vergleichen
    Es ist nicht ratsam, den erstbesten Coach zu engagieren, auch wenn das Angebot zunächst überzeugend klingt. Der Vergleich mehrerer Personen und Angebote ist am hilfreichsten. Wir empfehlen daher, mindestens drei Angebote einzuholen und miteinander zu vergleichen. Eine Übersicht kompetenter Coaches befindet sich z.B. in der Coach-Datenbank oder der Mitgliederdatenbank des Deutschen Bundesverbandes Coaching. e.V. (DBVC).

  • Eine anonyme Ausschreibung erstellen
    Das Erstellen einer Ausschreibung in unserem Ausschreibungssystem ist kostenlos. Zudem ist es möglich, die Ausschreibung anonym zu verfassen, sodass individuelle Anliegen kurz beschrieben und bestehen bleiben können, bis ein passendes Angebot eines Coaches gefunden wurde. Auf diese Weise ist es nicht erforderlich, ein Gesuch zeitaufwändig wiederholen zu müssen. Durch die eingehenden Angebote der Coaches ist darüber hinaus eine bessere Vergleichbarkeit gegeben.

  • Spezialisierungen abfragen
    Professionelle Business Coaches haben spezifische Kenntnisse der Prozesse und Strukturen von Führungsebenen, sie denken, argumentieren und arbeiten ziel- und lösungsorientiert. Coaching-Einkäufer sollten einen Coach engagieren, der Expertise in der Branche/Position des Einkäufers hat. Weiterhin ist auf die Gesamterscheinung von Person, Unterlagen, Auftreten und Ausdruck zu achten.

  • Keine vorschnelle Vertragsunterzeichnung
    Ein professioneller Coach weiß, dass die Auswahl des passenden Coachs Zeit braucht und erwartet keine sofortige Vertragsunterzeichnung. Daher ist es ein Zeichen von Unseriösität, im Vorgespräch dazu gedrängt zu werden, einen Vertrag zu unterschreiben.

  • Qualifikation klären
    Empfehlenswert ist es, sich im Vorhinein über die Qualifikation des Coachs zu informieren. Zur Überprüfung dienen hierfür, welche Aus- und Weiterbildung(en) ihn zum Coaching befähigen.

  • Unverbindliches Vorgespräch vereinbaren
    In einem Vorgespräch, dessen Kosten ggf. auf das Coaching angerechnet werden (oder das sogar kostenlos ist), sollte der Coach verständlich seine Vorgehensweise (z.B. anhand von Beispielfällen) erläutern.

  • Keine Alleskönner engagieren
    Kein Business Coach ist für jeden Anlass geeignet. Es ist davon abzuraten, jemanden zu engagieren, der behauptet, alle Probleme lösen zu können. Derartige Behauptungen sind unseriös. Gute Coaches kennen ihre Grenzen und empfehlen einen Kollegen, wenn sie einen Auftrag nicht bearbeiten können – und sie lehnen Aufträge ab, die sie für nicht erfüllbar halten.

  • Möglichkeiten und Grenzen erfragen
    Seriöse Coaches informieren nicht nur offen über Erfolge, sondern auch über Misserfolge. Eine Aufklärung über den möglichen Nutzen, aber auch über den damit verbunden Aufwand und die Kosten des Coachings sollte ebenfalls stattfinden.

  • Allgemeinplätze und Plattitüden hinterfragen
    Allgemeine Behauptungen ("Coaching kann man nicht beschreiben, sondern muss es erleben") sind unseriös. Lockangebote setzen oft auf den Effekt, "es werde schon was bringen" – ohne zu erklären, was dies konkret ist. Fakten, z.B. in Form von Referenzen, Fallbeschreibungen und eigenen Veröffentlichungen (Bücher, Fachartikel usw.) geben Auskunft über die Fähigkeiten des Coaches.

  • Referenzen überprüfen
    Diskretion ist eine der wichtigsten Voraussetzungen bei der Zusammenarbeit zwischen Coach und Klient. Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn Referenzen genannt werden, ohne dass die betreffenden Klienten die Erlaubnis dafür gegeben haben.

  • Im Kollegenkreis umhören
    Bekannte, Freunde, Kollegen usw. bieten aufgrund ihrer Erfahrungen und Empfehlungen vielfach eine verlässliche Orientierungshilfe.

  • Das Bauchgefühl nicht vernachlässigen
    Intuition und das Bauchgefühl sind wichtige innere Sensoren bei der Auswahl des Coachs. Sympathie zwischen Coach und Klient sind förderlich, Respekt unabdingbar für eine produktive Zusammenarbeit.

  • Supervision abfragen
    Professionelle Business Coaches haben einen Supervisor, um problematische Fälle aufzuarbeiten und sich selber vor blinden Flecken zu schützen.

  • Unabhängigkeit klären
    Achten Sie darauf, ob der Coach persönlich und finanziell unabhängig und nicht auf einzelne Aufträge angewiesen ist. Ein derartiger Coach biedert sich nicht für Aufträge an – er gibt dem Klienten die Möglichkeit, eine Wahl zu treffen.

  • Unterschiede zur Therapie erfragen
    Coaching ist keine Psychotherapie. Schwerwiegende psychische Probleme und Abhängigkeitserkrankungen sind nicht das Tätigkeitsfeld eines Business Coachs. Ein professioneller Coach ist mit der Problematik vertraut und weiß, wo sein Handlungsspielraum begrenzt ist.

  • Methoden erklären lassen
    Coaching-Einkäufer sollten sich vor Beginn des Coachings die Methoden des Coachs erläutern lassen. Gute Coaches sind methodisch kompetent und verfügen über ein breites Spektrum von Interventionen. Seriöse Coaches arbeiten prinzipiell transparent und fördern Bewusstsein und Verantwortung ihrer Klienten, ohne dabei manipulative Techniken einzusetzen.

  • Auswahlkriterien erfragen
    Professionelle Business Coaches wählen Aufträge gezielt aus und können jederzeit ihre Auswahlkriterien nennen.

Weitere Tipps und Entscheidungshilfen bei der Coach-Suche finden Sie im Coaching-Ratgeber.

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