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Interview mit Mario Porten

"Ich bin Überzeugungstäter aus Leidenschaft."

Können Sie Ihren Werdegang zum Coach kurz beschreiben?

Ich habe Coaching zunächst als Klient kennengelernt. Als Vorstand einer Bank stand ich beruflich und persönlich vor großen Herausforderungen und habe mir zur Unterstützung einen Coach gesucht. Kurz gesagt bin ich überzeugt, dass mich dieser Schritt vor Burn-Out und Scheidung bewahrt hat. Da lag es nahe, meine langjährigen Management- und Trainererfahrungen in der Führungskräfteentwicklung im Rahmen meiner Selbständigkeit durch eine Coaching-Ausbildung zu ergänzen. Seit nunmehr acht Jahren begleite ich Führungskräfte als Coach – ich bin Überzeugungstäter aus Leidenschaft.

Wie bzw. wo haben Sie Ihre Ausbildung zum Coach oder weitere Coaching-Qualifikationen erworben?

Ausbildung zum Business-Coach 2010, WCTC Akademie Bonn, zertifiziert durch den BDVT.
Ausbildung zum Coach for System Dynamics 2013, WCTC Akademie Bonn.

Wo liegen Ihre Schwerpunkte und Spezialisierungen?

Im Laufe der Jahre habe ich viele Themen begleitet. Schwerpunkte meiner Arbeit ergeben sich immer wieder im Bereich des Veränderungsmanagements und im Umgang mit den daraus resultierenden beruflichen und persönlichen Herausforderungen. Einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit bildet der Umgang mit besonderen beruflichen Belastungssituationen, also der Umgang mit bzw. die Vermeidung des Burn-Out. Erfahrungen liegen aber auch in diversen anderen Business- und Kommunikationsthemen vor.

Mit welchen Anliegen kommen Klienten häufig zu Ihnen? Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe?

Meine Klienten kommen mit unterschiedlichsten Themen zu mir. Häufig liegt dabei eine aktuell als Überforderung empfundene berufliche Belastungssituation vor. In Kooperation mit einer Ärztin handelt es sich teilweise um Klienten mit Burn-Out-Symptomen. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Kommunikationsthemen, teilweise in speziellen Situationen, teilweise die generelle Kommunikation mit Mitarbeitern und Kollegen. Obwohl ich gerne mit allen Hierarchieebenen arbeite, bekomme ich meist besonders positives Feedback von Führungskräften des TOP-Managements bzw. selbständigen Unternehmern, so dass diese meine wichtigste Zielgruppe bilden.

Welche Methoden oder Tools nutzen Sie häufig im Coaching?

Ich habe mich in meiner Ausbildung bewusst für einen methodisch breit aufgestellten Ausbilder entschieden und setze verschiedene Methoden ein, wobei mir wichtig ist, dass die Methoden zum Klienten passen. Grundsätzlich wende ich nur Methoden an, die ich auch an mir angewendet habe. Besonders häufig kommen dabei verschiedene Perspektivwechseltechniken, Fragetechniken, NLP-Formate, systemische (Figuren-) Aufstellungen und Hypnose zum Einsatz.

Wie läuft ein Coaching bei Ihnen in der Regel ab?

Hier gilt zunächst: Keine Regel ohne Ausnahme. Der exemplarische Prozess beginnt in der Regel mit einem unverbindlichen und kostenfreien Vorgespräch. Kommt es zur gegenseitigen Überzeugung, dass eine Zusammenarbeit hilfreich ist, verfolge ich einen zielgerichteten Coaching-Prozess von mehreren meist drei- bis vierstündigen Coaching-Sitzungen. Meine Klienten kommen meist zu mir, aber natürlich sind auch Treffen an einem anderen Ort möglich. Ein typischer Coaching-Prozess beträgt im Durchschnitt ca.  vier bis sechs Termine. Aber auch hier gilt: Es gibt Ausnahmen – wenn es mit einer Sitzung getan ist, dann ist das auch okay!

Mit welchen Klienten arbeiten Sie am liebsten zusammen? Lehnen Sie bestimmte "Fälle" grundsätzlich ab?

Bislang habe ich noch nie einen Fall abgelehnt. Ich würde dies nur dann tun, wenn Coaching nicht das richtige Mittel der Wahl ist oder ich überzeugt bin, nicht der richtige Coach zu sein – warum auch immer, denn das Wohl des Klienten steht an oberster Stelle. Am liebsten arbeite ich mit Führungskräften oberer Hierarchieebenen oder selbständigen Unternehmern zusammen.

Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen eines Coachings?

Coaching schafft emotionale Freiräume und eröffnet neue Sichtweisen, ermöglicht bessere Entscheidungen und gibt Raum, sich selbst zu reflektieren. Aus „der Andere sollte mal“ oder „man müsste mal“ wird zumeist „Ich tue“ – damit ist der wichtigste Schritt zu neuen Lösungen getan! Coaching ist allerdings kein Allheilmittel und so bleibt die Verantwortung der Umsetzung und auch der Nachhaltigkeit – so sehr der Coach hier auch unterstützen kann – stets beim Klienten.

Wie gelingt ein erfolgreicher Coaching-Prozess?

Mit Vertrauen, Empathie und Offenheit!

Wie würden Sie Coaching in einem Satz definieren?

Coaching ist eine Zukunftsinvestition in mich selbst, Wellness für die Seele, Zeit ganz für mich selbst sowie Ermutigung und Sprungbrett für neue Ziele

Sind Sie auf Coach-Suche? Unser Team der RAUEN Coach-Datenbank beantwortet gerne Fragen zur Auswahl des passenden Coachs: